Kombi-Darlehen

News vom 26. Mai 2009

Unter der Bezeichnung Kombi-Darlehen werden Baufinanzierungen zusammengefasst, sich aus mehreren Darlehensvarianten zusammensetzen. Dabei liegt die wesentliche Absicht von Kombi-Darlehen darin, ein möglichst hohes Maß an Flexibilität mit finanziellen Vorteilen und einem hohen Maß an Sicherheit zu verbinden. Eine mögliche Finanzierungsvariante wäre ein flexibles oder ein teilflexibles Darlehen, das ein klassisches Annuitätendarlehen mit einem variablen Darlehen kombiniert. Variable Darlehen bieten den großen Vorteil, dass sie jederzeit gekündigt, also vorzeitig vollständig getilgt oder auch nur teilweise getilgt werden können und bei einer vorzeitigen Kündigung keine Vorfälligkeitsentschädigung fällig wird.

Durch eine Vorfälligkeitsentschädigung gleicht der Finanzierungsgeber entgangene Zinsgewinne aus, die aber bei einem variablen Darlehen nicht zum Tragen kommen, weil dieses ohne fest vereinbarte Zinsen abgeschlossen wird. Nachteilig kann sich jedoch auswirken, dass Zinsschwankungen unmittelbaren Einfluss auf das Darlehen nehmen. Während sinkende Zinsen einen unmittelbaren Vorteil für den Finanzierungsnehmer bedeuten, bewirken steigende Zinsen, dass sich das Darlehen verteuert und sogar teuer werden kann als ein Darlehen mit fest vereinbartem Zinssatz. Diese Finanzierungsvariante bietet sich damit in erster Linie dann an, wenn das Darlehen letztlich nur zur Überbrückung dient und beispielsweise durch eine in absehbarer Zeit anstehende Auszahlung einer Versicherungspolice, dem Erlös aus einer Veräußerung oder einer Erbschaft getilgt werden oder wenn der Finanzierungsnehmer tatsächlich Sonderzahlungen zu einer schnelleren Tilgung leisten kann.

Im Regelfall ist es allerdings möglich, den variablen Teil der Finanzierung in eine konventionelle Finanzierung umzuwandeln, was beispielsweise dann Sinn macht, wenn die Zinsen sehr niedrig sind. Eine weitere und recht häufig gewählte Variante eines Kombi-Darlehens ist die Verbindung von einem klassischen Hypothek mit einem Bausparvertrag. Bei dieser Variante nimmt der Finanzierungsnehmer die Baufinanzierung in Form eines endfälligen Darlehens auf und schließt zeitgleich einen Baussparvertrag ab. Zunächst zahlt der Finanzierungsnehmer nur die Zinsen zurück und bespart mit dem Tilgungsanteil den Bausparvertrag. Wenn dieser zugeteilt wird, dient dieses Kapital zur Tilgung des Hypothekendarlehens, im Anschluss wird das Bauspardarlehen abbezahlt. Von Vorteil bei dieser Variante sind die meist sehr günstigen Zinsen des Bauspardarlehens, die im Regelfall deutlich unter den Zinsen für ein Hypothekendarlehen liegen. Nachteilig ist jedoch, dass während der Ansparphase des Bausparvertrages meist nur sehr geringe Guthabenzinsen entstehen und Zusatzkosten wie beispielsweise Abschluss- und Bearbeitungsgebühren.


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Rumänien erhält 20-Milliarden-Euro-Kredit

News vom 26. März 2009

Nach Ungarn und Lettland erhält auch das von der Wirtschaftskrise schwer getroffene Rumänien einen Milliardenkredit vom Internationalen Währungsfonds (IWF). Der IWF stellt zusammen mit der Weltbank und der Europäischen Union rund 20 Milliarden Euro zur Verfügung, wie der Fonds in Bukarest mitteilte. Im Gegenzug verpflichte sich das Land zu einer strengeren Haushaltsdisziplin.

Allein der Währungsfonds unterstützt Bukarest laut dem für das Land zuständigen IWF-Beauftragten Jeffrey Franks mit 12,9 Milliarden Euro. Die Mittel sollen nach Angaben aus Verhandlungskreisen den Engpass in den Devisenreserven der Zentralbank auflösen. Ziel sei eine Senkung der Leitzinsen, um die Kreditvergabe wieder in Gang zu bringen. Zudem machte der IWF Vorgaben zur Reform des Rentensystems sowie der Besoldung von Beamten, die sich in den vergangenen vier Jahren verdoppelt hat.

Fünf Milliarden Euro kommen laut Franks von der Europäischen Union. Sie sollen offenbar zur Finanzierung des klammen Haushalts herangezogen werden, der 2008 mit 5,28 Prozent deutlich ins Minus gerutscht war. Bis zum Jahr 2011 soll das Land nach den Vorgaben der EU-Finanzminister (Ecofin) das Maastrichtkriterium von 3,0 Prozent erreichen.


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Fördermittel fürs Eigenheim

News vom 26. März 2009

Bauherren und Wohnungskäufer können mitunter 50 000 Euro und mehr sparen, wenn sie Förderdarlehen und staatliche Zuschüsse nutzen. Darauf verweist die Stiftung Warentest in der April-Ausgabe ihrer Zeitschrift “Finanztest”.

Ganz neu ist laut Zeitschrift die Wohn-Riester-Förderung für Haus -und Wohnungseigentümer. Für die Tilgung ihres Darlehens erhalten sie jetzt die gleichen Zulagen und Steuervorteile wie für einen klassischen Riester-Sparvertrag. Ebenfalls günstig sind die Darlehen der KfW-Förderbank. Für den Bau eines Energiesparhauses vergibt sie Darlehen von bis zu 50 000 Euro zu Effektivzinsen unter 3 Prozent.

Auch die meisten Bundesländer vergeben günstige Zuschüsse und Darlehen fürs Eigenheim. Die dafür geltenden Einkommensgrenzen wurden in den letzten Jahren oft angehoben. Familien mit Kindern werden auch von Kommunen und Kirchen durch verbilligte Grundstücke oder Baukostenzuschüsse unterstützt, so die Experten.

Erste Anlaufstelle für Modernisierer ist die KfW-Förderbank. Sie finanziert fast alle Maßnahmen, von der neuen Fassade bis zur Komplettsanierung. Besonders günstig sind die Kredite für energieeffiziente Modernisierungen. Ab 1. April stockt die KfW diese Kredite um bis zu 50 Prozent auf. Für die Sanierung einer Immobilie unter Denkmalschutz erhalten Hauseigentümer hohe Steuerförderungen. Auch der Einbau einer Ökoheizung oder eine professionelle Energieberatung werden oft mit Zuschüssen belohnt.


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